Ryn Mikołajki Ruciane Nida Rydzewo Gibt es in heutigen Masuren immer Menschen ?
Nein, das Klima dieser Gelände unterlag solchen Schwankungen, welche das Überleben des damaligen Menschen unmöglich machten. Neben den Klimaperioden, wenn in Skandinavien die Trauben fruchteten, gibt es die Glazialzeiten, in denen die Erde durch ganzes Jahr mit dicker Eisschicht bedeckt wurde. Und damals konnte der Mensch nur dort leben, wo er mit eigenen Händen das Essen gewann. In letzter Glazialzeit also ca. zwölf Tausend Jahre vorher, bedeckten die Gletscher, die aus den Gebirgen der Skandinavischen Halbinsel abflossen, die Europa entlang der Kurve, deren Verlauf auf der Landkarte den Stellen entspricht, wo sich heute Wilno, Warszawa, Berlin und Hamburg befinden. Mit Verschiebung zerstörte der Gletscher alles, was vor ihm nicht fliehen konnte. Er brach die Bäume in den Urwäldern. Die umgeworfenen Nadelbäume strömten reichlich das Harz aus. Unter dem riesigen Druck des Wassers umwandelte das Harz in Bernstein, und die Holzsplitter in Gagat. Am Ende dieser Glazialzeit steigerte die Lufttemperatur. Es begann das Gletscherschmelzen Infolge der weiteren Temperatursteigerung verlief das Schmelzen immer heftiger. Das Gletscherwasser höhlte die Rinnen, die wir heute als Rinnensee bewundern können So entstanden die Nikolaiken-See und Beldahn-See (Mikołajskie und Bełdan). Wo der Gletscherblock ohne Abfluss schmolz entstanden die Schmelzseen wie Spirdingsee (Śniardwy). Nach dem Schmelzen der Gletscher entstanden die Endmoränen, welche die Hügel bildeten und die  Grundmoränen, welche den Grund mit unfruchtbarem Schutt zuschütteten Durch Jahrtausende änderte sich die Landschaft der Masuren und ist heute ein eigenartiger Perlstab unter den Regionen Polens, der populär als Land der Großen Masurenseen bezeichnet wird Węgorzewo Giżycko